Samstag, Mai 07, 2005
DFG-Positionspapier: vielversprechender Inhalt
Das DFG-Positionspapier zum elektronischen Publizieren enthält einige interessante Ausagen, die den Ansatz des kollaborativen elektronischen Publizierens stützen.
Das DFG-Positionspapier zum elektronischen Publizieren enthält auf Seite 4 einige interessante Aussagen, die den Ansatz des kollaborativen elektronischen Publizierens stützen:
Innovative Ansatzpunkte für eine weitergehende Verschiebung ergeben sich vor allem aus einer Neugestaltung und Verschiebung der Grenzen zwischen traditionellem Publizieren und informeller Kommunikation. Im Gegensatz zum publikationsgesteuerten Wissensaustausch geht es bei letzerdem Informationstypus um ein direkten, dynamischen und innovativen Wissensaustausch, der zu einer Vernetzung der Akteure selbst führt
Da müsste ich doch gleich an soziale Software uns insbesondere an Wikis und Weblogs denken, die solche Forderungen schon heute erfüllen. Auch die so genannten living dokuments erinnern stark an einen Text in einem Wiki.
Besonders schön finde ich auch das Zitat aus dem Buch Cyberscience von Michael Nentwich, das hier sicher auch nochmal Thema sein wird:
Within a few years time, the scholarly publication system will be
fundamentally different from what we came to know.
(S. 366)
(Papier gefunden über netbib)
Beispiele
Gibt es denn wirklich funktionierende Beispiele z.B. aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich?
Die STM-Fächer sind in solchen Dingen ja häufig vorne dran, aber wieviele Philosophen bemühen sich um solcherlei Techniken?
Re:Beispiele
Wirklich funktionierende Beispiele gibt’s noch nicht, auch nicht aus dem STM Bereich. Die Wikipedia Community diskutiert momentan über ein Projekt mit dem Namen Wikiversity was eventuell eine solche Publikationskomponente enthält. Auf der IuK Jahrestagung habe ich von vereinzelten Bibliothekaren, Informationswissenschaftlern und auch von Geisteswissenschaftlern positives Feedback erhalten. Daher bin ich mir nicht so sicher ob ein solches Model besser in den STM Wissenschaften angenommen wird. Dort gibt es auch die etablierteren Strukturen in Publikationswesen.
Wikiversity
Das ist ja - wenn ich das richtig verstanden habe - eher eine Umgebung für die kollaborative Entwicklung von Kursinhalten. Auch sehr interessant, aber dann doch etwas anderes, als ich erhofft habe. Vielen Dank, trotzdem!
RE: Wikiversity
Wikiversity ist momentan eine Sammlung von Ideen, aktueller Stand ist das beide genanten Komponenten diskutiert werden. Wie das Projekt genau weitergeht steht noch nicht fest aber ich werde bestimmt weiter darüber berichten.

